Cesalpiniaceae · Johannisbrotgewächse
Immergrüner Baum des östlichen Mittelmeergebietes mit paarig gefiederten Blättern, die aus vier bis zehn eiförmigen, ledrigen Einzelblättchen bestehen, traubenförmigen, direkt an den Ästen austreibenden Blütenständen und breit gedrückten Hülsenfrüchten mit zahlreichen, glänzend braunen Samen.
Johannes der Täufer, so erzählt die Legende, soll sich fast nur von den Früchten des Johannisbrotbaumes ernährt haben. In den alten Kräuterbüchern wird wiederholt darauf hingewiesen, daß sie "den Sod oder das Brennen des Magens" stillen. Aus dem Holz wird seit der Antike ein khakibrauner Farbstoff, das Algarrobin, gewonnen. Die Samen wurden wegen ihres auffallend konstanten Gewichtes zum Abwiegen von Juwelen und Gold benutzt.
Fructus Ceratoniae oder Siliqua dulcis, das Johannisbrot.
Zucker, Pectin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Fruchtsäuren, Isobuttersäure und in den Samen.
Die Droge wirkt adstringierend und fördert die Schleimsekretion.
Das Johannisbrot ist wichtiger Bestandteil mehrerer Präparate, die zur Behandlung von Säuglingsdiarrhoen, Dyspepsien, Colitis und Zöliakie entwickelt wurden. Aus dem Endosperm der reifen Samen wird das sogenannte Johannisbrotmehl hergestellt, das zur Eindickung der Nahrung bei habituellem Säuglingserbrechen dient. Außerdem wird aus ihm ein kleberfreies Stärkebrot zur Ernährung zöliakiekranker Kleinkinder gebacken.