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Seiteninhalt ausdruckenPilz des Monats

Clitocybe odora · Grüner Anistrichterling

Beim Erkennen der Pilze spielen nicht nur Farbe und Form, sondern in vielen Fällen auch der Geruch eine Rolle. Pilze riechen nach Mehl, nach Kakao, nach Rettichen, nach Sellerie, nach Knoblauch, nach Maggiwürze, nach Orangenblüten, nach Kokosflocken, nach Honig, nach Birnen, nach Stachelbeerkompott, manchmal auch widerlich nach Aas, nach Wanzen, nach Fußschweiß. Der Grüne Anistrichterling ist - wie der Namen schon sagt - durch einen intensiven Anisgeruch ausgezeichnet, den man schon in einiger Entfernung wahrnehmen kann.

Erkennungsmerkmale

Hut: Grün, graugrünlich, später etwas ausblassend, flachgewölbt, mit einem Durchmesser bis zu 8 cm.
Lamellen: Etwas heller als der Hut.
Stiel: Gleichfarbig oder etwas blasser als der Hut, am Grunde meist etwas abgebogen und mit einem striegeligen Mycel der Unterlage aufsitzend.
Fleisch: Auffallend nach Anis duftend.

Vorkommen

Der Anistrichterling ist ein häufiger Pilz, der sowohl im Laub - wie auch im Nadelwald vorkommt. Besonders häufig trifft man ihn im dicken Buchenfallaub an. Er erscheint im August und ist dann bis Ende Oktober zu finden.

Verwechslungsmöglichkeiten

Durch seine Farbe und den intensiven Anisgeruch ist der Pilz so eindeutig charakterisiert, dass er kaum mit einem anderen Trichterling verwechselt werden kann. Alte Exemplare verlieren die grüne Farbe; doch hält sich der Geruch auch bei verblassten Stücken. Andere Pilze, die nach Anis riechen sind der Anischampignon (Agaricus arvensis) und der Wohlriechende Trichterling (Clitocybe suaveolens). Beide weisen aber keine Spur von Grün auf. Ähnlich gefärbt wie der Anistrichterling ist der Grünspanträuschling (Stropharia aeruginosa), der aber geruchlos ist. Verwechslungen der genannten Pilze wären harmlos.

Verwendungsmöglichkeiten

Der Anistrichterling zählt zu den Speisepilzen. Der Geruch verliert sich auch beim Kochen nicht und deshalb wird der Pilz nicht von jedermann geschätzt. Es empfiehlt sich, ihn als Mischpilz zu verwenden.

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