Solanaceae · Nachtschattengewächse
Meist kletternder Halbstrauch mit wechselständigen, lanzettlichen Blättern, die basal zwei mehr oder weniger große Seitenlappen tragen. Die Blüten haben eine violett gefärbte Krone und zusammengelegte, gelbe bis rötlichgelbe Staubblätter. Die reifen, eiförmigen Beeren sind glänzend rot.
Wegen ihres unangenehmen Geruches nannte man die Pflanze früher auch Mausholz. Zur Vertreibung von Mäusen und anderer Vorratsräuber wurde das frische Kraut in Schränken und Lagerräumen aufgehängt.
Stipites Dulcamarae, die Stengel.
Die chemische Zusammensetzung der Droge ist sehr unterschiedlich. Offenbar gibt es verschiedene Rassen, eine westeuropäische Tomatidenol-Rasse und eine osteuropäische Soladulcidin- bzw. Solasodin-Rasse.
Die Inhaltsstoffe des Bittersüßen Nachtschattens haben diuretische Wirkung und fördern den Stoffwechsel. Die Sapogenine der Blütenstände wirken schwach antibiotisch.
In ländlichen Gegenden werden Schwellungen und Entzündungen des Euters von Kühen und Ziegen mit Auszügen des Bittersüßen Nachtschattens behandelt.