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Heilpflanze des Monats
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Aesculus pavia, Nordamerikanische Strauchkastanie |
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Familie: Hippocastanaceae · Roßkastaniengewächse
Der strauchförmig wachsende, im Südwesten Nordamerikas beheimatete Baum erreicht eine Höhe von 4 - 7 m. Im Gegensatz zur einheimischen Roßkastanie, Aesculus hippocastanum, sind die Blüten nicht weiß und glockig, sondern röhrenförmig und rötlich gefärbt. Die Samenkapsel ist glatt, ohne stachelige Fortsätze und braungrün. Die sogenannte rotblütige Kastanie, Aesculus Xcarnea, die in Gärten und Parkanlagen häufig als Zierbaum angepflanzt wird, ist das Kreuzungsprodukt von Aesculus pavia und Aesculus hippocastanum. Da die Bastarde durch Pfropfung auf junge Stämme der Roßkastanie vermehrt werden, aber weniger in die Dicke wachsen als diese, kommt es in der Regel zu einer auffallenden Verjüngung des Stammes an der Pfropfstelle. Ähnliches beobachtet man auch bei gepfropften Obstbäumen. Der heutige nicht mehr gültige Gattungsname Pavia geht auf den holländischen Naturforscher Pieter Paaw (1564 - 1617) zurück, der seit 1589 Professor der Botanik an der Universität in Leiden gewesen ist. |
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Die fein geriebenen Früchte von Aesculus pavia werden zu einem Teig geknetet, zu kirschkerngroßen Kugeln geformt und beim Fischfang verwendet. Die rasch in Lösung gehenden Inhaltsstoffe führen zur Betäubung bzw. zur Einschränkung der Schwimmfähigkeit. Da die Wurzeln und die Rinde sehr viel Saponine enthalten, wurden sie von den Indianern zerstoßen und in gekochtem Zustand zum Waschen von Wollzeug benutzt.
Das Aesculussaponin, auch Aescin genannt, steigert die Geschwindigkeit des Blutumlaufes, fördert den Abbau venöser Stauungen, bewirkt die Ausschwemmung von Ödemen und ist entzündungshemmend sowie krampflösend. Die Rinde dient zur Gewinnung des in Lichtschutzsalben enthaltenen Aesculins.
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