Thymelaeaceae · Seidelbastgewächse
Sommergrüner Strauch, dessen auffallend rosa bis hellrote Kelchblätter seiner stark duftenden Blüten sich bereits vor dem Austrieb der Laubblätter entfalten, die jeweils nur an den Zweigenden erscheinen.
Weil es schon im Altertum bekannt war, dass der beim Abschneiden von Zweigen austretende Saft auf der Haut und vor allem auf Schleimhäuten zu heftigen Reaktionen führt, wurde er zur Herstellung von Pflastern und Salben benutzt. Sie dienten zur Behandlung von Ausschlägen, Gicht und rheumatischen Beschwerden. Die offizinellen Eigenschaften der frischen, vor der Blüte eingesammelten Seidelbastrinde ist erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts entdeckt worden.
Cortex Mezerei, die Seidelbastrinde.
Daphnetoxin, Daphnin und Mezereumharz.
Das Mezereumharz ist in der allopathischen Medizin nicht mehr als Droge gebräuchlich. In der Homöopathie werden Hauterkrankungen, die mit starken Schmerzen verbunden sind, Neuralgien und Gürtelrose damit behandelt.