Solanaceae · Nachtschattengewächse
Der bei uns angebaute Spanische Pfeffer ist eine einjährige, staudige Pflanze mit ganzrandig länglich ovalen Blättern. Aus den unscheinbaren weißlich gelben Blüten entwickeln sich die anfangs grünen, im reifen Zustand gelben oder roten Früchte.
Die schon Kolumbus bekannte wildwachsende Art ist in ihrer Heimat, dem tropischen Amerika, nicht mehr gefunden worden. Die Portugiesen bauten Paprika erst auf Goa an, aber bereits hundert Jahre nach seiner Entdeckung wurde er in Europa kultiviert, um den steigenden Bedarf an dieser Gewürzpflanze zu decken.
Capsici fructus, Paprikafrucht.
Scharfstoffe (Amide), Carotinoide, Vitamin C, Flavonoide.
Äußerlich Haut und Schleimhäute reizend, bei längerer Anwendung Hautausschläge und Blasenbildung. Bei innerlicher Anwendung Förderung der Magensaftsekretion.
Äußerlich als schmerzlinderndes Mittel bei Rheuma und Arthritis. Innerlich vor allem in Form der Gemüsepaprika als wertvoller Vitamin-C-Lieferant. In der homöopathischen Heilkunde bei Gastritis, Leberstauungen, Hämorrhoiden und chronischer Mittelohrentzündung.