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Seiteninhalt ausdruckenArzneipflanze des Monats
Baldrian

Baldrian, Valeriana officinalis L.

Valeriana officinalis L. ist eine mehrjährige Pflanze und blüht von Juni bis August. Baldrian findet sich häufig an Flußniederungen, feuchten Wiesen und Waldrändern. Für arzneiliche Zwecke wird Baldrian angebaut. In Deutschland liegen die Hauptanbauzentren im Harz und in Franken. Pharmazeutisch verwendet wird der bräunlichgelbe bis graubraune getrockneten Wurzelstock.

 
Früher wurde Baldrian von griech. Ärzten als krampflösendes, harntreibendes und schmerzstillendes Mittel genutzt. Erst Mitte des 18. Jhd. wurde die sedative (beruhigende) Wirkung entdeckt, welche auch heute die Hauptanwendung des Arzneibaldrians darstellt.

 

Die Inhaltsstoffe des Wurzelstocks sind u. a. ätherisches Öl, Valepotriate, Alkaloide und Pflanzensäuren. Sie werden zu einem standardisierten Extrakt verarbeitet.

 

Baldrian wird traditionsgemäß als Tee und Tinktur angewendet, vornehmlich in Form von Dragees und Kapseln.

 

Moderne klinische Therapiestudien belegen die beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Die heutigen Baldrian-Präparate enthalten alle standardisierte Extrakte. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.

 

Zahlreiche Fertigarzneimittel enthalten standardisierte Baldrianexrakte wie z. B.: Baldrian dispert Nacht®, Vivinox®, Baldiparan N stark®, Valdispert® 45 mg, Valeriana mild Hevert®, die in der Apotheke rezeptfrei erhältlich sind.

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