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"Medizin war der Tee zuerst, dann wurde er zum Getränk."
Seiteninhalt ausdruckenBluttest auf Nahrungsmittel-Allergien (Toxascreen Basic)
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Moderne Testverfahren machen es möglich, die möglicherweise belastenden Nahrungsmittel zu identifizieren. Im Fachlabor wird ein Immunprofil erstellt, das verschiedene Antikörperklassen (IgE und IgG4)

und die häufigsten Nahrungsmittel-Allergene abdeckt, die Beschwerden verursachen können. Der Nachweis erfolgt aus wenigen Tropfen Blut (300 µl), die aus der Fingerbeere mit einer kleinen Lanzette entnommen und in einem Proberöhrchen an das Fachlabor geschickt werden. Innerhalb von ca. 10 Tagen nach Einsendung der Probe an das Fachlabor erhalten Sie einen ausführlichen Befundbericht. In diesem werden Ihnen die Untersuchungsergebnisse eingehend erläutert. Sie erhalten konkrete Empfehlungen, wie Sie durch gezieltes Weglassen belastender Nahrungsmittel („Rotationsdiät“) und mit weiteren unterstützenden Maßnahmen Unverträglichkeiten entgegenwirken können.


Kreuzallergien

Ein enormer Anstieg ist auch bei den sogenannten Kreuzallergien zu beobachten. In den letzten 20 Jahren ist der Anteil der Pollenallergiker, die eine Nahrungsmittelallergie ausbilden von 17 auf 60% angestiegen. Eine Kreuzallergie ist eine Gruppenallergie, d.h. man reagiert auf mehrere Stoffe, die einander ähnlich in ihrer Proteinstruktur sind. Oft ist eine Pollenallergie der Einstieg in eine Allergie-Karriere mit einer Zunahme der Beschwerden und Anzahl der Allergene.

Birke
plastik Vor allem unsere Darmschleimhaut muss viel verkraften und ist Kontaktfläche für viele Allergene!

Viele Lebensmittel sind durch ihre Verarbeitung und Verpackung durch Zusatzstoffe und Haltbarmachung zunehmend belastet. Ein großes Risiko stellen zum Beispiel die Weichmacher-Rückstände und allergieauslösende E-Nummern in unserer Nahrung dar. Sie haben oft einen schädigenden Einfluss auf unsere Basisorgane. Eine Zunahme der Allergiesierung, sowie Störungen in der Schutzbarriere des Darmepithels sind in der Bevölkerung zu beobachten. Daher ist es besonders wichtig geworden, sich mit den Immunprozessen zu beschäftigen, im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise. Der uralte Slogan „Du bist, was Du isst!“ gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Oft versteckte Sensibilisierung

Eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit kann grundsätzlich jeden treffen, da die möglichen Auslöser sehr unterschiedlich sind und oft mehrere Faktoren zusammen spielen. In den Industrieländern leiden immer mehr Menschen an Beschwerden, die in enger Beziehung zu Ihrer Ernährung stehen. Etwa 30% der Bevölkerung sind auch ohne ärztliche Konsultation der Ansicht, dass Sie auf bestimmte Nahrungsmittel negativ reagieren und suchen daher Hilfe und Möglichkeiten der Beratung.
Unter Nahrungsmittel-Unverträglichkeit versteht man spontane oder verzögerte Reaktionen auf Nahrungsmittel oder ihre Bestandteile, die unmittelbar bei, aber auch Stunden bis Tage nach der Nahrungsaufnahme auftreten.

Barrierestörung Darm

Individuell können ganz verschiedene Mechanismen zu spontanen oder verzögerten Reaktionen auf Nahrungsmittel führen. Diese werden z.B. über Antikörper (Allergie) und als Folge der Immunreaktion über eine Histaminausschüttung vermittelt. Es kommt zu unmittelbaren Beschwerden oder zu chronischen Entzündungen mit unterschiedlichsten Symptomen, wie Magen-Darm Beschwerden, irritierte Hautzustände (Neurodermitis), Kopfschmerzen, Migräne, Arthrose, chronische Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Über- oder Untergewicht.

Der Betroffene weiss oft selbst nicht genau, wo der Zusammenhang liegt, insbesondere wenn Reaktionen mit zeitlichem Verzug eintreten oder sich bereits chronische  Beschwerden eingestellt haben. Bei jeder Nahrungsaufnahme hat unser Immunsystem die Aufgabe wertvolle und lebensnotwendige Nahrungsbestandteile von Giftstoffen zu unterscheiden. Während z.B. wichtige Vitamine und Mineralstoffe resorbiert werden und somit über die Darmwand in die Blutbahn gelangen, sollen Giftstoffe ausgeschieden werden. Feindliche Organismen, wie Würmer, Bakterien oder Viren sollen nach Möglichkeit gar nicht erst eindringen können.

Leaky gut

Ein wichtiges Element der Nahrungsmittel-Unverträglichkeit ist, dass der Schutzmechanismuss der Schleimhaut im Darm nicht richtig funktioniert (z.B. in Folge von Stress, einseitiger Ernährung, psychische Belastung, Infektionen, Medikamente) und dadurch unkontrolliert größere Mengen nicht ausreichend verdauter Nahrungsbestandteile in die Blutbahn gelangen. Häufig werden diese Partikel vom Immunsystem dann als Allergene erkannt. Der Körper reagiert auf diese Allergene mit der Bildung von spezifischen Antikörpern. In geringem Umfang passiert dies auch im gesunden Darm, ist dann jedoch kein Problem, weil die Mengen klein sind und das System dafür ausgelegt ist. Geschieht dies jedoch bei vorgeschädigtem Darm (Barrierestörung) und in größeren Mengen oder regelmässig, da es ein „Lieblings-Nahrungsmittel“ ist, kommt es oft zu chronischen Entzündungsprozessen und Symptomen, deren Ursache oft in Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten liegen.


Auch die Produktion von Enzymen zum Abbau von Milchzucker (Lactase) oder Histamin (DAO) ist oft dadurch beeinträchtigt. Die Energieversorgung der Darmzellen mit wichtigen Stoffen ist dann meist nicht mehr optimal und daher ist es besonders wichtig, sich um die Gesundheit der "inneren Haut" des Darms, zu kümmern und das Milieu wieder herzustellen. Vor allem unsere Darmflorabakterien, die auf der Darmschleimhaut siedeln und entscheidend am Verdauungsprozess und der Energieversorgung der Darmwandzellen beteiligt sind leiden zunehmend.

Absolut sinnvoll ist es daher, die besonders belastenden Nahrungsmittel zu erkennen und eine Zeit lang zu meiden. Häufig können Sie später wieder eingeführt werden, ohne dass erneut Symptome auftreten. Auch prophylaktisch macht die regelmäßige Pflege der inneren Darmschleimhaut Sinn, denn eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit entwickelt sich über einen längeren Zeitraum und kann grundsätzlich jeden treffen, wenn der Darm in seiner Funktion geschwächt ist.

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