Araceae · Aronstabgewächse
Der Aronstab kommt vor allem in feuchten, schattigen Laubwäldern Mittel- und Südeuropas vor. Die spießförmigen, langgestreckten Blätter sind je nach Standort einfarbig dunkelgrün oder braunschwarz gefleckt. Den kolbigen Blütenstand umgibt ein grünlich-weißes, tütenförmiges Hochblatt, das an der Basis zu einer Kesselfalle für Insekten umgebildet ist. Diese sorgen dann für die Bestäubung der übereinander angeordneten, durch einen Haarring voneinander getrennten weiblichen und männlichen Blüten. Die fleischigen Beeren sind in reifem Zustand leuchtend rot.
Der Name Aronstab bezieht sich auf Aaron, den Hohenpriester und Bruder des Moses. In manchen Gegenden Deutschlands wird die Pflanze wegen der Blütenscheide auch Pfaffenbinde, und wegen der Form des Blütenkolbens, der an ein Wickelkind erinnert, als Pfaffenkindchen bezeichnet.
Radix Aronis, die frische Wurzel.
Stärke, Bassorin, Aronin, Nicotin und Saponin.
Äußerlich erzeugt das Aronin lokale Entzündungen der Haut, schmerzhafte Schwellungen der Mundschleimhäute und der Zunge. Resorptiv führt es zu Krämpfen und zur Lähmung des Zentralnervensystems, bei Kindern, die sich nicht selten durch den Verzehr von Beeren vergiften, gelegentlich auch mit tödlichem Ausgang.
In der Homöopathie werden entzündliche Erkrankungen der oberen Luftwege mit Aronstabauszügen behandelt.