Es gibt Zeiten, in denen der Wald völlig pilzleer erscheint und trotz eifrigsten Suchens nichts zu finden ist. Aber einen Pilz kann man immer finden, den Spaltblättling. Im Winter bei kalter und im Sommer bei trockener Witterung ist er freilich zusammengeschrumpft, hart; aber Feuchtigkeit und Wärme lassen ihn wieder aufleben. In der Fachsprache bezeichnet man dieses Verhalten, das auch die Schwindlinge zeigen, als hygroskopisch.
Hauptsächlich auf Laubholz, doch auch auf Nadelholz, das ganze Jahr über und weltweit verbreitet.
Kleine, seitlich dem Holz ansetzende Blätterpilze sind in der mitteleuropäischen Flora mehrfach anzutreffen. Durch die sich spaltenden Lamellen ist der Pilz aber einwandfrei von allen äußerlich ähnlichen Pilzen zu unterscheiden; denn dieses Merkmal ist einmalig.
Für Speisezwecke völlig ungeeignet. Der Spaltblättling schädigt die befallenen Bäume. Das Holz wird durch die sogenannte Weißfäule zerstört.