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Pflanze des Monats
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Aconitum napellus · Blauer Eisenhut |
Familie:
Ranunculaceae · Hahnenfußgewächse
Beschreibung:
Winterharte Staudenpflanze mit rübenartig verdickter Speicherwurzel, einem derben, 50 bis 150 cm langen Stengel, mehrfach gespaltenen, teilweise gefiederten Laubblättern und stahlblauen bis violettfarbenen Blütentrauben. Das obere der fünf Blütenblätter ist helmförmig aufgebläht, wobei es zwei der bogig gekrümmten Honigblätter umfasst. Nach dem Abblühen entwickeln sich jeweils drei mehrsamige Balgfrüchte. Der Blaue Eisenhut ist in den Alpen und in den Mittelgebirgen, insbesondere im Böhmerwald, im Riesengebirge, im Erzgebirge und in der Eifel verbreitet, wo er schattige Flussufer, Gräben, Erlenbrüche oder Hochgebirgswiesen als Standorte bevorzugt.
Kulturgeschichte:
Neben dem Gefleckten Schierling, Conium maculatum, war der Blaue Eisenhut bereits im Altertum als hochwirksame Giftpflanze bekannt. Eisenhutextrakte sind außerdem wichtige Bestandteile von Hexensalben gewesen. Bis um die Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden sie auch zur Bekämpfung von Schädlingen und Raubtieren eingesetzt. In der Volksmedizin galt die Wurzel als ein bewährtes Mittel bei Zahnschmerzen, weshalb die Pflanze in Süddeutschland noch heute Apollonienkraut genannt und mit der Schutzpatronin der Zahnärzte, der hl. Apollonia, in Verbindung gebracht wird. |
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Angewandter Pflanzenteil:
Eisenhutknollen, Tubera Aconiti.
Wirksame Inhaltsstoffe:
Aconitin, Homoisoaconitin, Spartein und andere Alkaloide. Nachweisbar sind außerdem Harze, Inosit und Mannit.
Wirkung:
Aconitin hat zunächst eine erregende Wirkung. Erste Symptome sind Jucken und Brennen auf der Haut, Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen, Senkung der Temperatur und Herzrhythmusstörungen. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen hinzu. Nach Kreislauf- und Atemlähmung tritt der Tod ein.
Anwendung:
Die Droge wird kaum mehr verordnet. Früher wurde sie innerlich und äußerlich bei Neuralgien, fiebrigen Erkrankungen und rheumatischen Beschwerden empfohlen. In der Homöopathie werden akute Nervenentzündungen, chronische Nervenschmerzen und rheumatogene Endokarditis mit Aconitumpräparaten behandelt. | |
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Apotheker
Jürgen
Peimann e. K.
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