Der 1493 in Einsiedeln/Schweiz geborene Arzt und Naturforscher hieß eigentlich Phillippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, nach dem schwäbischen Hohenheim, wo sein Vater als Arzt tätig war.
1515 wurde er in Ferrara Doktor der Medizin. Er durchwanderte danach ganz Mitteleuropa; unter anderem war er Wundarzt im Dänischen Krieg, wurde in die Salzburger Bauernunruhen hineingezogen, erwarb das Straßburger Bürgerrecht und wurde 1527 für kurze Zeit Stadtarzt und Professor in Basel. Diese Stellung musste er jedoch bald wieder aufgeben, da seine unkonventionellen Methoden seine Standeskollegen gegen ihn aufbrachten. So musste er, oft verfolgt, sein Wanderleben fortsetzen.
Paracelsus Methoden wiesen in die Zukunft
Er brach mit dem blinden Autoritätsglauben der mittelalterlichen Wissenschaft, forderte Naturbeobachtung und Experimente und nutzte die Erkenntnisse der Chemie für die Medizin.