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Seiteninhalt ausdruckenPilz des Monats

Rhodophyllus sinuatus · Riesenrötling

Die klinisch behandelten Pilzvergiftungen werden auch statistisch erfasst. Dabei hat sich gezeigt, dass besonders in der Schweiz die Vergiftungen durch den Riesenrötling zahlenmäßig an erster Stelle stehen. Das ist nicht verwunderlich; denn der Pilz lässt durch seine Größe eine ergiebige Mahlzeit erhoffen, riecht nach Mehl und sieht appetitlich aus.

Erkennungsmerkmale

Hut: Bis 18 cm Durchmesser, gewölbt mit einem schwach ausgeprägten Buckel, in der Mitte besonders dickfleischig, mit eingebogenem Rand. Elfenbeinfarbig, manchmal heller, manchmal dunkler, seidig glänzend. Die Huthaut lässt sich abziehen.
Lamellen:   Der Name Rötling deutet darauf hin, dass die Lamellen beim älteren Pilz durch die reifenden Sporen rötlich gefärbt werden. Ursprünglich sind sie blassgelblich. Die Lamellen sind, der Größe des Pilzes entsprechend, ziemlich breit, etwas voneinander entfernt und um den Stiel herum ausgerandet.
Stiel: Kräftig, nach unten keulig anschwellend, bis 12 cm lang und bis 4 cm breit, im Alter innen hohl.
Fleisch: Weißlich, auffallend nach Mehl riechend mit eigentümlichem Beigeschmack. Eine bescheidene Kostprobe, die, wenn sie wieder ausgespuckt wird, völlig unschädlich ist, verrät nichts von der Giftigkeit; denn sie ist wohlschmeckend.

Vorkommen

In vielen Gegenden ist der Riesenrötling unbekannt. Anderorts ist er häufiger, namentlich unter Eichen und Buchen, so z. B. im wärmeren Südwesten Deutschlands.

Verwechslungsmöglichkeiten

Er wird gerne mit dem Nebelgrauen Trichterling (Clitocybe nebularis) verwechselt. Dieser essbare Pilz erscheint aber erst im Herbst, wenn der Riesenrötling nicht mehr zu finden ist. Findet man also schon zeitig im Jahr "Nebelgraue Trichterlinge", so prüfe man sorgfältig, ob es nicht Riesenrötlinge sind!

Verwendungsmöglichkeiten

Der Riesenrötling ist verhältnismäßig stark giftig und führt zu schweren Erkrankungen, kaum aber zu Todesfällen.

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